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3/04/2011

Coming home?





Picture in the picture:

Werner Otte (1922–2006): Salzburg-Nonntal im Winter, 1969
from the collection of Salzburg Museum



2/25/2011

I was a designer lamp






… and didn't I look good?


Found at republic café in Salzburg's old city.





2/18/2011

At the crossroads (Robert Johnson)





Legal or not, let's have another (Google) street view of the RR Xing at BG OH, thinking of slow trains coming (Bob Dylan), of the crossroads where Robert Johnson might or might not have met the Devil in the late 1920s, thinking of a great Austrian-Australian musician by the name of Chris Schermer, and of our mutual acquaintance, Czech-born fingerstyle guitarist Sammy Vomacka, thinking of Austrian fingerpicker Peter Ratzenbeck, and finally thinking of guitar genius Harri Stojka (they're all geniuses, but there's got to be some variation language-wise) – you might wonder, why have I heard of the one or the other but never of the rest?
Well, there's no business like show business: there might be people of equal artistic stature, but some never reach the fame (or fortune) of others …
Those life- and streetwise among us know, you won't need the Beatles or mother Mary to teach you: Let it be!

Posted with two special dedications:

To
Djedje – taxi-driving heavy metal paramedic of Palestine origins

and to
Martin – guitar pickin', foot-stompin', hyperactive waiter at republic café, who's had a beer with late jazzer Joe Zawinul at Finkenstein way back in another lifetime.

God (whoever that may be) bless them all!

wemo

An aside from the blogwart: wemo isn't ashamed to be purely & simply a fan at certain times of his life.
Take it or leave it, as you will.




1/28/2011

1/21/2011

1/15/2011

Festival Halls





"Back there you see them festival halls, no idea what's goin'on in there; is for all them rich folk
and front it's the pedestrian zone – rilly dangerous every morning, a man might'a be run over by a delivery van there …"

Order, order!!!

This the blogwart speaking!
This is a blog by an academic from Salzburg city!

What's going on, and where's that language coming from?!




1/09/2011

Bring on the night, once more





By day it was labelled 'pink sun screens', by night it's colored 'concrete poetry'.



1/08/2011

Remember bag-man






I was wrong when I thought I saw a bag lady's possessions under the bridge head of Staatsbrücke. It's a gentleman and he's fighting darkness in his unique way: he started gardening last summer saving the little donations of passers-by for new plants and seeds.

Hopefully he has a warm place to stay in cold winter nights!



12/07/2010

Foreign? Alien? Stranger? Guest? Welcome? - Welcome!



It's been quite a while that art asked a question in a comment to a post here:

hello dear
i am very happy to finally find a blog about salzburg. i've been there few years ago and i was amazed by the beauty of the place and i was wondering if its easy for a foreigner to settle there. I am french (african) and i was wondering how the local react when you have some outsider who want to come and live there for a little while.
hopefully you will be able to answer to my question.
thanks

Hi Art, it took me a long time to really think about an answer.
I guess it might not exactly be easy for an African to settle down here, but obviously it's worked time and again for quite a few people, among them some (I suppose) asylum seekers from war zones in Africa, musicians who study music here, students at our university, artists, cabbies, u name it.

Sadly, racism is to be found in our beautiful town as much as in many other places, but you definitely will meet friendly people here, there are hangouts where it's easier to get in touch with locals or tourists; some of my favourite places, like republic café in the old city, Jazzit music club near the main train station, Fabiani Espresso right opposite the main train station ... that place has become a real meeting point for people from mostly northern Africa, thanks to a barman from Morocco, Azdin, whom I value as one of the friendliest and most open-minded persons I've ever met. ... and at all those places u might just see a 50ish curly red hair light-skinned guy with a little old iBook: don't hesitate to approach him!
Good luck, and who dares, wins (Wer wagt, gewinnt! as we say in German)!

As we've seen, blog editor wemo is quite secretive about his person, but a friend of his might help you connect, if you want to get in touch: Werner
Best wishes from the blog team!


11/24/2010

Time for some text: Zauberflöte / Magic Flute






In der Zauberflöte gibt es früh eine kleine Liebesgeschichte: die zwischen Papageno und Pamina, vermittelt durch Papagenos Zauberglöckchen.
Als 'höhere Tochter' vertritt Pamina längst das bürgerliche 'Gesetz', als in Papageno der pure Wunsch durchbricht:

"P_a: Armer Mann! Du hast noch kein Weib?
P_o: Noch nicht einmal ein Mädchen, viel weniger ein Weib! – Ja, das ist betrübt! – Und unsereins hat auch manchmal seine lustigen Stunden, wo man gern ...
P_a: Papageno!
P_o: ... gesellschaftliche Unterhaltung haben möchte."

Aber wie vertritt Pamina den Anstand? Sie unterbricht so, dass man sieht, dass sie sich genau auskennt ...
Das ist nicht gesungen, da hat im Theater auf der Wieden jede/r jedes Wort verstanden – ich kann mir vorstellen, dass der Saal getobt hat. Nun mussten die Standespersonen im Publikum aber rasch versöhnt werden; ich spreche da weniger vom Adel, der sowieso 'unmoralisch' war (war das eigentlich in Wien auch so? Sicher, sonst gäbe es nicht die Verquickung von Adelswillkür mit ‚Unmoral‘ im Don Giovanni), sondern vom gezügelten Großbürgertum.
Zu diesem Zweck folgt nun das wunderbare Duett Pamina – Papageno, "Bei Männern welche Liebe fühlen", ein Hohelied auf die bürgerliche Zweierbeziehung in glückender Version:
"Mann und Weib, und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an."

Später, als unsere zwei HeldInnen von Monostatos geschnappt werden, bringen die Zauberglöckchen den bösen Wunsch des Mohren zum Tanzen: "Das klinget so herrlich ...", der Wunsch ist/wird in der Musik sublimiert, so dass es nichts wird mit der Verwirklichung von Monostatos' Vergewaltigungsphantasie.

Letztlich ist Monostatos ein armes Schwein: "Alles fühlt der Liebe Freuden ... und ich soll die Liebe meiden, weil ein Schwarzer hässlich ist." Es ist kein Zufall, dass Mozart ihn als Tenor anlegt, der ist kein per se 'Böser', der ist dazu gemacht worden.

Sarastro hingegen ist ein prototypischer Arsch. Er faselt ('tschuldigung: singt 'erhaben') etwas von "… kennt man die Rache nicht" und endet mit "... verdienet nicht ein Mensch zu sein".
Er lässt Monostatos auspeitschen; naja, der Schwarze ist ja auch aus der Dritten Welt, wozu also sollten wir mit dem edel umgehen?

Und doch vertritt Sarastro ein, vielleicht gar das Gesetz.

Vorerst vertritt er allerdings ein ganz bestimmtes, eher trauriges Gesetz:
Nämlich, wie man sich "vor Weibertücken" bewahre: "manch weiser Mann ließ sich berücken ... Tod und Verzweiflung war sein Los". Was Mozart von dieser 'Weisheit' hält, sagt die Musik sehr deutlich. – Mozart hat übrigens dieses 'Tod und Verzweiflung war sein Los' gelegentlich ganz spielerisch privat verwendet; als Blödelei, und dies zu einer Zeit, wo es ihm ganz und gar nicht mehr gut ging.

Papageno ist später der einzige, der versteht, wie die 'Prüfung' Taminos zum sadistischen Spiel mit/gegen Pamina wird – Tamino 'muss' ja schweigen und winkt die erwartungsvoll-verliebte Pamina fort; was soll sie denken, als: "...fühlst du [Tamino] nicht der Liebe Sehnen, so wird Ruhe im Tode sein."
Darauf Papageno, der sich scheinbar nicht beim Essen hat stören lassen:
"Nicht wahr, Tamino, ich kann auch schweigen. – Ja, bei so einem Unternehmen, da bin ich ein Mann." Auch er unternimmt nichts gegen das böse Spiel, er begreift jedoch zumindest, worauf es bei dieser Art 'Männlichkeit' ankommt.
Und mancher denkt an Alice Miller, die meinte, dem gequält-missbrauchten Kind könnte ein teilnehmender Blick das Leben retten, ein Blick der ihm sagt, dass die Qual nicht das ganze Leben ist.

In der diesem Text zugrunde liegenden Aufnahme (Salzburger Festspiele 1980, Dirigent James Levine, Wr. Philharmoniker, Regie Jean-Pierre Ponnelle) kommt das unheimlich gut raus, auch das schlechte Gewissen Papagenos hinterher. Christian Boesch als Papageno ist ein ganz toller 'Sprechspieler'.

'Tod und Verzweiflung' sind in Wahrheit das Los der Frau, wenn es nach den Regeln der Eingeweihten geht. – Den ganz Ophelia-mäßigen Selbstmord der Pamina (Schikaneder hat Hamlet gespielt – und Papageno; er musste also wissen, was für Anspielungen er da einsetzte) können die Drei Knaben verhindern; diese drei sympathischen Burschen, von denen man wirklich nicht weiß, wohin sie eigentlich gehören; zur Königin der Nacht, zu Sarastro?
Sicher aber stehen sie auf der Seite des Lebens – und sie können fliegen

Wo ist eigentlich der in der Kritik so oft beschworene Bruch in der Oper? Am Anfang ist die Königin der Nacht die 'Gute', das relativiert sich, sobald wir in Sarastros Kreise eintreten. Pamina hat es sicher nicht geschadet, einmal von der overprotective allein erziehenden Mutter wegzukommen; von der Mutter, die ja noch dazu ihre Tochter dazu missbrauchen will, ihr eigenes Machtsüppchen zu kochen.
Pamina lernt nach der Entführung durch Sarastro etwas Neues kennen, ihren eigenen Wunsch, bedrohliche Sexualität in der Begegnung mit Monostatos – und sie lernt, dass Männer ganz schöne Ärsche sein können, selbst wenn sie 'eigentlich' liebenswert sind, wie Tamino.

Eins ist klar, das haben die männerbündlerischen Freimaurer im Publikum sicher übel vermerkt: die letzte Prüfung müssen Pamina und Tamino miteinander bestehen; damit ist die Regel der Eingeweihten gebrochen – und die Möglichkeit zu Gemeinsamkeit zwischen Mann und Frau geschaffen.
Ist Pamina damit auch eine Eingeweihte? Kann uns eigentlich egal sein; ich vermute, das war es Mozart auch.

Aber noch hat das mobile suicide prevention unit Drei Knaben zu tun: Papageno, der einzige, der unter den Männern sich selbst treu geblieben ist – fressen, saufen, Sehnsucht und dabei noch etwas/jemanden wahrnehmen, statt sich an 'eingeweihtes' Regelwerk zu halten – zuckt aus: Strick und Baum sind schon bereit, "Gute Nacht, du falsche Welt! Weil du böse an mir handelst, mir kein schönes Weib zubandelst, so ists aus, so sterbe ich." Vor lauter Verzweiflung hat er dazu auf seiner Hirtenflöte gespielt und seine Zauberglöckchen vergessen, an die ihn die Drei Knaben nun erinnern. Schon klappt's mit Papagena.
Manchmal kann es so einfach sein, aber etwas dafür tun muss man doch.

Papageno ist schon einmal 'geholfen' worden: in der 'Halbzeit' der Prüfungen, in einem "Saal mit vielen Türen" ruft er nur noch panisch nach Tamino; er will sich davonmachen, da sind aber Regisseur Ponnelle (ruft "Zurück!", Feuer schlägt zur Tür heraus) und Dirigent Levine (ebenfalls "Zurück!", ohne Feuer vom Pult) vor (hätte ich das gerne gesehen: dieser Bruch der Vierten Wand!); drücken gilt nicht, für Papageno ist das eine echte, mythische Prüfung, ganz ausserhalb 'eingeweihten' Regelwerks.
Ich find's schön an der Inszenierung, dass dieser sympathische Charakter, der hier berechtigterweise am meisten punktet, auch Hilfe von denen bekommt, die ihn 'gemacht haben'. Er hat ja zumindest eine 'männliche' Qualität; er steht zu sich, mit all seinen Schwächen. Tamino ruft einmal "Sei ein Mann!", und Papageno darauf, schlicht und ergreifend: "Ich wollt, ich wär ein Mädchen!"
Nur reicht dies allein eben nicht. Er muss noch was tun, damit's klappt mit Papagena und dem guten, erwachsenen Leben.

Hier sind drei Liebesgeschichten abgeschlossen, ja drei, wir haben mit der von Papageno und Pamina angefangen, die unproblematisch war, weil die beiden nichts voneinander wollten.
Sie wollten und konnten miteinander und mit den Zauberglöckchen die Liebe in Erwartung feiern und einmal einen wirklichen Schrecken bannen, ohne damit die Liebe oder Monostatos und seine Gehilfen zu denunzieren. Hier entfalten die Zauberglöckchen eine freundlich-mythische Kraft; haben sie anfangs die Tiere des Waldes angelockt, so bringen sie jetzt die destruktiv gewordene Liebe des Mohren zum Tanzen; was für ein Gegensatz zur faden Zauberflöte des selbst auch etwas faden Tamino, die nur die Löwen des Sarastro vertreiben kann ...

Und dann gibt's noch ein 'politisches' Finale der Oper: den Putschversuch von Monostatos und Königin der Nacht gegen Sarastro, der mit Isis' und Osiris' Hilfe abgewehrt wird.
Nur, wenn man diese politische Geschichte völlig mit der der Beziehungen identifiziert, wird man glauben, die ganze Oper hätte einen Bruch in der Logik.
Die Tochter muss sich von der Mutter lösen, der Sohn das non / den nom du père akzeptieren, sonst wird das nichts.
Kein generelles Problem – für Pamina jedoch ein lebensbedrohliches –, wenn dieses Gesetz von Arschlöchern vertreten wird, die auf edle Lichtgestalten machen.

Da oben steht Bloggers ‚Vatergeschichte‘: das Gesetz ist desavouiert durch den, der es zu vertreten hat – und dies eigentlich gar nicht will, weil er selber ‚Kind‘ sein möchte: das hat er in seiner Kunst dann sein dürfen (Bloggers Vater nämlich, von Sarastros weiterem Lebensweg brauchen wir nicht wirklich etwas zu wissen), nach unendlich viel Arbeit und Akzeptieren des Gesetzes.

Nun ist dieser bürgerlichen Geschichte noch ein mythischer Anklang an die Ablösung des Matriarchats durch das Patriarchat aufgesetzt. Umso bühnenwirksamer zu realisieren, das Ganze, mit all dem Zauber, Flug, Blitz und Donner, und das wollen wir ja schließlich – ich jedenfalls; die Zauberflöte war nicht umsonst die erste Oper meines Lebens, und das im besonders zauberhaften Salzburger Marionettentheater.
Schikaneder brauchte den Zauber auch für's Geschäft; wozu hätte er sonst die tolle barocke Theatermaschinerie im Freihaustheater gehabt, die sich ja auch rentieren musste.

Wenn ich mich recht erinnere, war mein Schreibanstoß damals, im Mozartjahr 2006, dass ich rausarbeiten wollte, wie die Königin der Nacht musikalisch ‚gewinnt‘, im Gegensatz zum Verlauf der Handlung; dann hab' ich die Oper noch einmal konzentriert gehört und mitgelesen – und es ist etwas ganz anderes rausgekommen, sehr zu meiner Überraschung.

With gratitude for Nikolaus Harnoncourt, Klaus Theweleit (once again), Michael Lederer, and U.S. who might know if she ever reads this.

This is copyrighted material; the author's rights have been asserted by
Isis & Osiris
LLC, attorneys at law; whoever makes unlawful use of this text will be
read his rights, made shut up and smashed by
the aria
Der Hölle Rache brennt in meinem Herzen

wemo




4/14/2010

Spring rain






One more statement





on the historic as well as contemporary issue: the swastika (see below) not made invisible but crossed out with a fat black line.



1/01/2010

Happy New Year!





May there be light at the end of whatever tunnel, a clear view of the road ahead, and not too many traffic jams.
I've calmed down now, found the conditions at the Zen monastery not all too inviting – no headsets or earphones while raking the Zen garden, no admission for Macs older than OS X 10.5, no photographs while meditating … So here's for a new year of practical life in the everyday world! wemo




12/14/2009

In hiding





Intercontinental Resort Berchtesgaden, the hotel built on a location that was called "Göring Hill" in dark ages: Göring had his chalet there, not far from Hitler's Obersalzberg house; the whole structure grew over the years with additions to the houses of Nazi greats, SS-barracks, a parade ground, and a tunnel system inside the rock, used as bomb shelters and as dungeons for convicts.

Hiding in the clouds above the building: The "Eagle's Nest", high outpost of this mountain retreat for the Nazis. Not far behind the location where the mountain escape of the Trapp family was filmed. Not a good way into Switzerland, then.


11/01/2009

Nonnberg Abbey & "Bürgermeister"




One of the best known views of Salzburg, Nonnberg Abbey with its red spire roof left of the fortress. To be seen as a detail of the fortress: "Bürgermeister", the mighty tower that was used in 1511 to imprison the Salzburg mayor and most of his council for alleged conspiracy against the prince archbishop. The real reason: old privileges of the city council granted by the emperor to the annoyance of the local ruler.



10/26/2009

Bags & concrete





We've seen the light come shining with Marina Abramovich's vision of Mozart; now it might be time to look a bit further down to the right, where there's a depot for a bag lady's possessions. Just to remind us that there is a darkness not just at the edge of town but right here in the middle.

In Salzburg there are quite a few homeless people; some of them actually found themselves a home – in small turrets of the historic fortifications on Kapuzinerberg; now they are to be dislocated from these lodgings, with no alternative anywhere near. Salzburg Bürgerliste, the local Green party asks for support against this measure; please sign up here!


10/07/2009

Multi-cultural?




Spent an afternoon off in a café next to the main train station.
First I had eye contact with an Arab family, meaning We / I know, you're different and that's okay. Then I got a light from three young ladies who I thought were Muslim. The young bar lady, of Bosnian origin, told me they were really Serbian Orthodox.
Then I got a light from 4 young people of Turkish origin.
Finally the friendly bar lady and I gave some Londoners directions to the major beer hall of town, Augustinerbräu. I had mistaken them for Scottish.

Well? Well, the Austrian chancellor suggests the Social Democrats should be taking a tougher stance towards foreigners (in der Ausländerpolitik "kantiger werden"). What foreigners? What stance? A gentler, kinder, a machine gun hand? – Yours truly is neither in favour of any kind of violence, nor is he suggesting that the Austrian chancellor could be in favour of any such action. Yet to see how Austrian social democrats with their great tradition are giving in to racist and xenophobic populists makes me wish to build up some amps and huge speakers in front of the Austrian chancellery and blast it away with some feedback from Neil Young's guitar.

I don't really appreciate noise in public space, so the soundtrack is private and danceful:
The World of Arthur Russell, Go Bang. Soul Jazz Records, CD83

There are times, when it's really hard to find the right words, e.g. when yours truly is just fed up to the brim with the political situation in this lovely and peaceful country (yes, it really is, no matter what some 'real' Austrians are thinking when they're afraid of all those dark-skinned people). Then, at times the blogwart interferes to remind me I shouldn't post any comments that I might by sued for or registered by Staatspolizei or even military intelligence (don't think I'm that important …). Or the backoffice-crew stops by to administer some beer as a sedative while they invent some absolutely nasty puns that will never be published here.
Thanks anyway, lads, next round's on me!

9/26/2009

"Bring on the night"



Must have been way back in the 1980s, when pop star Sting tried to bring some street credibility into his formerly slick New Wave star existence. Yet it was just Black Romanticism, maybe "Gothic" with a capital "G". Did he know of different lives back then, did he know what 'night' was like for an undercast who just did not have a chance to realize how 'cool' darkness and night 'really' were?
Austria seems like a peaceful, civilized place; yet, 'way back' in the late 1960s it was not so hard to end up in a jail (for some 'criminal' offence), in darkness with nothing but bread and water. Big fun, eh?!
Yours truly included, most people haver never experienced this total bulls*** way of life.
Who is there to judge how anyone ended up messing up his life like this?

Soundtrack: Don't let it bring you down, "a song that is guaranteed to bring you right down".
CSNY, Four Way Street live. Signed with the deepest respect for Neil Young as an artist and a loving, political human being. wemo

Have a look at the motion picture Déja Vu!
Thanks to SUNDANCE '08 independent film festival for that great trailer on Youtube.



9/18/2009

"Und Zuckererbsen nicht minder"





Es wächst hienieden Brot genug

Für alle Menschenkinder,

Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,

Und Zuckererbsen nicht minder.


Ja, Zuckererbsen für jedermann,

Sobald die Schoten platzen!

Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.


Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied!
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.


Heinrich Heine: Deutschland ein Wintermärchen. Caput I a.k.a. 'Lied des Harfenmädchens'


In reaction to the death of one more 'Schubhäftling' in an Austrian prison, Mr. K. (see below), an almost violent discussion broke loose in the forum to the respective article at derStandard.

Many posters voiced an opinion that to go on a hunger strike was just a 'simple' means to blackmail the state into releasing a person that is staying in Austria illegaly. Among those many seemed to confuse the reasons for imprisonment: whoever is taken into 'Schubhaft' was not convicted of a crime, he did a simple regulatory offence that never justifies a criminal trial or even ensuing imprisonment. So 'Schubhaft' is just a means to put a hold to people that the state would prefer to get rid of until the legal procedure is completed.

Some posters voiced sadness about the death of the young man from India, and one put a few stanzas from Heinrich Heines "Wintermärchen" into one of his posts.

Voiced in the first half of the 19th century Heines credo remains a utopistic belief, even though we KNOW there is enough bread or rice or roses or sugar peas for all God's children on the earth.


9/12/2009

Rock'n'Roll to the rescue






Johann Hauser, 1926 – 1996.

One of the artists at Gugging, a psychiatric hospital near Vienna, that became a safe haven for artists who were creative in certain mental conditions; 'zustandsgebundene Kunst', to be seen in Gugging, at the 'Haus der Künstler' – Art / Brut Center.